Aktivitäten

Manchmal sagen Bilder mehr als Worte.

Die nachfolgenden Beispiele bieten einen Einblick in die leidenschaftliche Arbeit von Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt.

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21. Mai 2022. „Als Professorin für Logopädie erachte ich es als eine meiner wichtigsten Aufgaben, die bei mir studierenden jungen Kolleginnen zur Teilnahme am Jahreskongress unseres Berufsverbandes zu motivieren. In diesem Jahr unternahmen wir eine Exkursion nach Koblenz. Auf dem Kongress für Logopädie werden Netzwerke aufgebaut, gepflegt, erweitert. Kongresse sind der ideale Ort, um ins Gespräch zu kommen, fachlich kontrovers zu diskutieren, Neues zu lernen, Altes zu überdenken, das eigene Handeln zu reflektieren, und neue Motivation im Sinne unserer PatientInnen zu schöpfen. Die Studierenden konnten angeregt mit neuen Erkenntnissen in ihren Studien- und Berufsalltag zurückkehren. Besonders habe ich mich über das Wiedersehen mit ehemaligen Studierenden gefreut, die weiterhin im Sinne unserer PatientInnen informiert und im Austausch bleiben.“

20. Mai 2022. Gemeinsam mit Kolleginnen des DACH-Konsortiums SES stellte Dr. Scharff Rethfeldt auf dem Jahreskongress des dbl erste Ergebnisse der Delphi-Studie vor zur Terminologie der SES im deutschsprachigen Raum vor. Die Ergebnisse lassen sich wortwörtlich mit einer der Inschriften in Verbindung bringen, die am Apollon-Tempel in Delphi zu lesen ist: „Erkenne dich selbst“. Auch in der zweiten Runde der Studie, die mittels Delphi-Methode unter ExpertInnen für Sprachentwicklungsstörungen eine Einigung über Terminologie und diagnostische Kriterien der im angelsächsischen Sprachraum bereits konsentierten Empfehlungen anstrebt, hat sich gezeigt, dass sich die ExpertInnen aus den deutschsprachigen Ländern eher einig darin sind, dass sie sich uneinig sind. Insofern hat die Studie einen wichtigen Beitrag zur Erkenntnis bestehender Herausforderungen geleistet. Weitere Arbeiten sind wichtig, damit Fachkräfte über Professionsgrenzen hinweg eine gemeinsame Sprache entwickeln.

„Im Zuge einer stetig zunehmenden multiethnischen Gesellschaft ist es unabdingbar, dass wir lernen, unsere logopädische Versorgung anzupassen, um einen gleichberechtigten und gleichwertigen Zugang für jedes Kind zu gewährleisten.“ Vor diesem Hintergrund kooperiert Dr. Scharff Rethfeldt mit einem Haus der Familie, einer Einrichtung des Amtes für Soziale Dienste in Bremen, um mehr über die Bedürfnisse und Anforderungen heterogener, diverser Familien und ihrer Kinder zu erfahren. Derzeit (2022-2023) führt sie hierzu das Forschungsprojekt zur Kindlichen Sprachgesundheit in Problemlagen (KinSiP) durch. Ziel ist, den Zugang zu strukturellen Angeboten zur Sprachgesundheit zu dokumentieren und auf mögliche Barrieren im Zugang zu untersuchen.

Am 6. November 2019 luden die CPLOL-Action-Group (jetzt ESLA) des Royal College of Speech & Language Therapists (RCSLT) und der National Health Care Service (NHS) zu einem besonderen Fachtag ins St Andrew’s Fußballstadion nach Birmingham ein. Ziel des Symposiums war, Gesundheitsfachkräfte bestmöglich darin zu unterstützen, die logopädische Versorgung für kulturell vielfältige und linguistisch diverse Menschen inklusiver zu gestalten. Dr. Scharff Rethfeldt folgte der Einladung, den einleitenden Hauptvortrag zu halten, in dem sie Ansätze zur Überwindung sprachlicher und kultureller Barrieren vorstellte.

Das Multilingual-Multicultural Affairs Committee (MMAC) der International Association of Communication Sciences and Disorders (IALP) führt derzeit (2019-2023) ein weltweites Forschungsprojekt durch. Erforscht wird das diagnostische Vorgehen von LogopädInnen/SprachtherapeutInnen in verschiedenen Ländern bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern mit Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstörung. Die Ergebnisse werden auf dem IALP-Weltkongress 2023 vorgestellt.

Hier erfahren Sie mehr über die Arbeit des MMAC unter der Leitung von Dr. Scharff Rethfeldt.

Insgesamt kamen 961 Fachkräfte aus aller Welt anlässlich des 30. Weltkongresses für Logopädie und Phoniatrie der (IALP) vom 18. bis 23. August 2019 in Taipeh, Taiwan, zusammen. Dr. Scharff Rethfeldt nahm als aktives Mitglied der IALP sowie als Repräsentantin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) teil.

Die IALP arbeitet eng mit der Weltgesundheitsorgnisation (WHO) und Berufs- sowie Fachverbänden weltweit zusammen, die sich mit Sprech-, Sprach-, Kommunikations-, Stimm-, Hör- und Schluckstörungen befassen. Mitglieder des Multilingual-Multicultural Affairs Committee (MMAC) informierten in einer besonderen Session über aktuelle Themen und neue Forschungserkenntnisse.

Das Multilingual-Multicultural Affairs Committee (MMAC) des Weltverbandes für Logopädie und Phoniatrie (IALP) und die Hochschule Bremen – City University of Applied Sciences veranstalteten das zweitägige „5th International Composium on Communication Disorders in Multilingual and Multicultural Populations“ vom 23. bis 25. August 2017 in Bremen. Im Vordergrund der internationalen Veranstaltung stand die Diagnostik und Therapie von Kommunikationsstörungen bei Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Die Konferenz war bereits kurz nach ihrer Ankündigung auf derart großes Interesse gestoßen, dass sie Monate zuvor ausgebucht war. Vortragende und Teilnehmende reisten von allen Kontinenten aus mehr als 25 Staaten wie Australien, Brasilien, China, Israel, Marokko, Kanada, Korea, Taiwan und den USA sowie aus Europa nach Bremen.

„Das Streben nach Exzellenz in der klinischen Versorgung“ war das Thema des internationalen Fachtags mit Expertin Dr. Hazel Roddam, University of Central Lancashire, am 27. März 2019. Dr. Roddam und Dr. Scharff Rethfeldt verbindet eine langjährige Zusammenarbeit, darunter EU-Projekte und die berufspolitisches Engagement im Europäischen Dachverband CPLOL. Außerdem haben sie gemeinsam neue Wege in der Etablierung einer evidenzbasierten Praxis durch die Implementierung von online Journal Clubs auf Twitter beschritten und evaluiert. Die Erkenntnisse haben sie z.B. auf dem Europäischen Kongress in Portugal vorgestellt.

Das siebenköpfige interprofessionelle Netzwerk Sprache und Kommunikation im Land Bremen, dem auch Dr. Scharff Rethfeldt angehört, richtete am 25. Oktober 2019 seinen Fachtag Sprache an der Hochschule Bremen aus. Thematischer Schwerpunkt bildeten die in inklusiven Settings häufig gestellten Fragen zu Förderung und Therapie bei Sprach-, Sprech- und Kommunikationsstörungen. Vorträge zu den Themen Sprachentwicklungsstörung bei Mehrsprachigkeit und selektivem Mutismus sowie zu konkreten sprachheilpädagogischen Impulsen für die schulische Praxis bildeten das evidenzbasierte, einschlägige Fundament einer hochgradig interaktiven Plenardiskussion zu aktuellen Rahmenbedingungen.

Die zahlreichen teilnehmenden Lehrkräfte aus Bremer Schulen, SonderpädagogInnen, andere pädagogische Fachkräfte, LogopädInnen und SprachtherapeutInnen sowie SchulmedizinerInnen und PsychologInnen bildeten zugleich eine Stichprobe, die zur Erhebung der aktuellen Versorgungslage im schulischen Setting befragt wurde.

Der vollständige Tagungsbericht wurde veröffentlicht. Er enthält neben den Vorträgen auch die Ergebnisse der Befragung und kann kostenlos über die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen heruntergeladen werden.

Der Bremer Landesverband der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik arbeitete daran, Logopädie an Schulen zu implementieren. Denn die ambulante Versorgung von Kindern mit Sprech-, Sprach-, Kommunikationsstörungen ist durch das Konzept „Ganztagsschule“ gefährdet. Schließlich können nicht alle Kinder zwischen 16 und 18 Uhr eine logopädische Behandlung erhalten. Auch lernen sie nach einem langen, fordernden Schultag weniger, weshalb sich Therapien oftmals unnötig in die Länge ziehen. Gleichzeitig stehen weniger Therapieplätze für andere bedürftige Kinder zur Verfügung.
Aktuell werden Wartezeiten bis zu 2 Jahren berichtet. In dieser Zeit nehmen negative Erfahrungen in Verbindung mit der sprachlichen Beeinträchtigung weiter zu und vermindern die Lebensqualität. Mobbing und mangelndes Selbstwertgefühl bis hin zu mentalen Störungen und unterdurchschnittlichen Schulleistungen sind die Folge. „Das müsste so nicht sein“, sagt Dr. Scharff Rethfeldt.

Am 19. Oktober 2018, dem Internationalen Tag der Sprachentwicklungsstörung, haben diesmal Studierende der Logopädie unter der Leitung ihrer Professorin Dr. Wiebke Scharff Rethfeldt eine Fachtagung an der Hochschule Bremen ausgerichtet, zu der Kolleginnen und Kollegen aus Bremen und umzu eingeladen waren.

Die 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus logopädischer Praxis sowie Bildungseinrichtungen konnten einen Tag lang Antworten auf die vielfach gestellte Frage finden, welche der zahlreichen Testverfahren für die therapeutische Sprachdiagnostik bei diversen Kindern und Erwachsenen aus wissenschaftlicher Sicht geeignet sind.

Bereits kurz nach ihrer Ankündigung traf die Veranstaltung auf derart großes Interesse, dass sie innerhalb weniger Tage ausgebucht war. Wer nicht mehr teilnehmen konnte hatte Gelegenheit, das vielfältige Programm über den online-Dienst Twitter unter dem Hashtag #Logo2018 zu verfolgen.

Anlässlich des 29th Congress of the European Phoniatricians (UEP) kamen Mitglieder des Komitees für Mehrsprachigkeit und Multikulturalität des Weltverbandes für Logopädie und Phoniatrie (IALP) vom 13. bis 16. Juni 2018 in Helsinki, Finnland, zusammen (v.l.n.r. Eva-Kristina Salameh, Wiebke Scharff Rethfeldt, Sini Smolander, Elin Thordardottir).

Damit folgten die Expertinnen für Mehrsprachigkeit der Einladung des Organisators und Leiters der Abteilung für Phoniatrie des Universitätshospitals Helsinki, Dr. Ahmed Geneid.

Die Phoniatrie ist ein eigenes medizinisches Fachgebiet und befasst sich mit Stimm-, Sprach- und Schluckstörungen.
Prof. Dr. Scharff Rethfeldt begleitete zudem die HSB Absolventin Sarah Thiemann, die eine Pilotstudie zu videogestützten Stimmtrainings im Rahmen einer Posterpräsentation vorstellte.